Personenzentriertes Denken - Der Mensch im Mittelpunkt

Die Ansätze des „Personenzentrierten Denkens“ und der „Persönlichen Lagebesprechung“ kommen aus England (Helen Sanderson Associates).

 „Personenzentriertes Denken“ bezieht sich auf eine grundsätzliche Haltung des „Pädagogen oder Erziehers“ in der direkten Arbeit mit Menschen mit Behinderungen.

Die „Persönliche Lagebesprechung“ ist eine hervorragende Ergänzung bei der Umsetzung der Persönlichen Zukunftsplanung (PZP).  So ist es  z.B. denkbar, dass die „Persönliche Lagebesprechung“ als eine personenzentrierte Art der Hilfeplanung eingesetzt wird.

Eine Seite über Sven (PDF)

Das Personenzentrierte Denken erfordert einen individuellen und wertschätzenden Blick auf den Mensch mit einer Behinderung und seiner Situation. Mit Hilfe der Methoden des personenzentrierten Denkens werden Wege aufgezeigt, wie Menschen mit Behinderungen so unterstützt werden können, dass die Unterstützung genau passt und langfristig erfolgreich ist. Dabei wird nach unterschiedlichen Betrachtungsweisen vor jeglicher Bewertung durch die Fachkräfte differenziert. Bei dieser Denkweise erhält die zu unterstützende Person die Erlaubnis, eigene Planungen abweichend von der Meinung der Fachkräfte umzusetzen. Dabei wird gelernt, ganz grundsätzlich zu unterscheiden, was wichtig für die zu unterstützende Person ist und was der Person selber wichtig ist. Was ist der Person und seinem Umfeld wichtig, was wird an der Person geschätzt, wie kann die Person gut unterstützt werden und was braucht sie um gesund zu sein und sich sicher zu fühlen.

Die Herausforderung an diesem Punkt ist, eine gute Balance zwischen den Ansprüchen der Fachkräfte und den Bedürfnissen der zu unterstützenden Person zu finden. Entsprechend werden personenzentrierte Methoden der Reflektion, des Teamgesprächs und der Organisationsentwicklung genutzt.

Im Rahmen von Trainings / Fortbildungen zum Personenzentrierten Denken werden entsprechende Fähigkeiten und Handlungswege durch Methoden und Materialien entwickelt, die einem die Unterscheidung der o.g. Aspekte und die Reflektion der eigenen Rolle eröffnen. In der Folge entsteht eine deutlich erhöhte Aufmerksamkeit für die Art und Weise wie und was zu unterstützende Personen kommunizieren - insbesondere gilt das natürlich für die Personen, die nicht so gut oder kaum merklich kommunizieren können. Handlungsfolgen entstehen durch die Verinnerlichung der o.g. Prinzipien.