Aktuell

Inlusive Weiterbildung in Persönlicher Zukunftsplanung und in Personenzentriertem Denken

Januar 2018 bis September 2018 - Lüneburg/D

Was ist Persönliche Zukunftsplanung?
Persönliche Zukunftsplanung ermöglicht Menschen über sich, ihre Wünsche und Ideen nachzudenken. Es geht darum, eine Vorstellung von einer guten Zukunft zu entwickeln, mögliche Ziele zu finden und diese mit anderen Menschen umzusetzen. Persönliche Zukunftsplanung befähigt Menschen dazu, ihr Leben selber in die Hand zu nehmen und sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen. Grundlage ist die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) und die Chancen von Inklusion als neue Form des Zusammenlebens.
Ziele der Weiterbildung sind, dass die Teilnehmenden andere Menschen bei ihrer Zukunftsplanung personenzentriert unterstützen und Planungsprozesse moderieren können.
Die Grundlage von Persönlicher Zukunftsplanung ist das Personenzentrierte Denken. Damit ist gemeint: die Person, um die es geht, steht im Mittelpunkt. Das Personenzentrierte Denken ist eine wegweisende Haltung.

Wie ist die Weiterbildung aufgebaut?
Alle Bausteine des Lehrgangs werden in einem Tandem von verschiedenen erfahrenen Dozierenden und einer kontinuierlichen Kursleitung gestaltet.
Praxisorientierung und Selbsterfahrung: Die Methoden werden so vermittelt, dass sie im Kurs von den Teilnehmenden zunächst für sich selbst erprobt und im Anschluss in den jeweiligen Arbeitsfeldern auch sofort angewendet werden können. Im Kurs wird ausreichend Zeit und Raum für die Reflexion der persönlichen und beruflichen Erfahrungen geboten. Ein besonderer Stellenwert wird auf die kontinuierliche Entwicklung eigenständiger Praxisprojekte gelegt, um den Transfer in das jeweilige Arbeitsfeld zu erleichtern und Methoden entsprechend weiterzuentwickeln.
Inklusive Weiterbildung: Die Weiterbildung ist methodisch so gestaltet, dass sie es einer heterogenen Gruppe von Lernenden mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Lernstilen ermöglicht, etwas über Personenzentriertes Denken, Handeln und Persönliche Zukunftsplanung zu lernen.

Zielgruppe
Multiplikator/innen, Selbstvertreter/innen, Peer-Berater/innen, Eltern und Angehörige, Fach-/Führungskräfte aus dem Sozial- und Gesundheitswesen, Lehrer/innen, Heilpädagog/innen, Berater/innen, Trainer/innen und Coaches

Kursleitung
Ulla Sievers, Multiplikatorin der Persönlichen Zukunftsplanung, schon immer mit Inklusion befasst, Mitarbeiterin im Integrationsfachdienst von spectrum arbeit in Lüneburg

ReferentInnen
Ines Boban, Hauke Döblitz, Susanne Göbel, Tobias Zahn, Björn Abramsen, Céline Müller

Termine

  • Auftaktveranstaltung: 08.01.2018
  • Modul 1: 22.-24.01.2018
  • Modul 2: 12.-14.03.2018
  • Modul 3: 23.-25.04.2018
  • Modul 4: 11.-12.06.2018
  • Modul 5: 27.-28.08.2018
  • Abschlussveranstaltung: 24.09.2018

Veranstalter
Bildungswerk ver.di

Ansprechpartnerin
Natalia Bock
Tel.: +49 41 31 / 699 67-13
E-Mail: seminare@bw-verdi.de

Datum
08.01.2018

Ort
Friedenskirche
Wichernstr. 32, D-21335 Lüneburg

Anmeldeschluss
13.10.2017

Anmeldung unter
www.bw-verdi.de/seminarprogramm

Ausfühliche Informationen
zur Weiterbildung und Anmeldung nachfolgend zum Herunterladen
Flyer zur Weiterbildung

Netzwerktreffen in Norddeutschland im Mai 2017 in Lüneburg

Persönliche Zukunftsplanung


Was ist Persönliche Zukunftsplanung?

Persönliche Zukunftsplanung ist ein individueller Ansatz, mit dem Menschen über sich, ihre Lebenssituation und die Zukunft nachdenken können. Es geht darum, eine Vorstellung von einer guten Zukunft zu entwickeln, Ziele zu setzen und diese mit anderen Menschen in gangbare Schritte umzusetzen.

 

Persönliche Zukunftsplanung beruht auf einer wertschätzenden Grundhaltung gegenüber jedem Menschen. Der Mensch steht dabei immer im Mittelpunkt. Ausgangspunkt sind die Gaben, Fähigkeiten und Möglichkeiten einer Person. Weiterhin wird nach den Träumen und Wünschen der Person gefragt, gesucht und geforscht. Es geht aber insbesondere auch darum, wo und wie die Person am Leben teilhaben möchte.

Planungen geben dem Menschen eine gute Möglichkeit, ihre Zukunft selbstbestimmt in die Hand zu nehmen und dabei Unterstützung aus ihrem Umfeld zu erhalten. Damit kann sich die Lebensqualität der Person erheblich verbessern.

Persönliche Zukunftsplanung kann sehr hilfreich sein, da sie danach fragt, welche Vorstellungen von dem jetzigen und dem weiteren Lebensweg bestehen. Um diese Wünsche und Ziele zu realisieren, wird ein individueller Unterstützerkreis gebildet an dem Personen aus deren persönlichen Umfeld sowie professionelle „Helfer und Helferinnen“ – zum Beispiel Eltern, Freunde, Bekannte, Fachkräfte, Betreuungspersonen,  Lehrer oder Nachbarn teilnehmen. Die Ergebnisse werden in einem Aktionsplan dokumentiert; der Prozess wird kontinuierlich begleitet.

Für wen ist Persönliche Zukunftsplanung?

Persönliche Zukunftsplanung richtet sich an ALLE Menschen, egal ob mit oder ohne Behinderung. Wir bieten Planungen für (Klein)Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen an. Planungen können auch für veränderungsbereite Organisationen eingesetzt werden. Auch Menschen mit schwereren Beeinträchtigungen können einen Persönliche Zukunftsplanung machen.


Eine Persönliche Zukunftsplanung eignet sich für alle Lebenssituationen, oder auch bei bevorstehenden Veränderungen, wie zum Beispiel:


Übergang Schule-Beruf
Veränderungen / Wünsche im Bereich Arbeit
Auszug aus dem Elternhaus
Wohnliche Veränderungen
allgemeine Lebensorientierung
persönliche Veränderungswünsche (Freizeit, Partnerschaft etc.)
Krisensituation (Krankheit, Trennung, Verschuldung)

 

Woher kommt Persönliche Zukunftsplanung?

Die Persönliche Zukunftsplanung wurde in den 80er Jahre in den USA / Kanada von verschiedenen Personen entwickelt. Grundlage war der vermehrte Wunsch nach Selbstbestimmung und die Forderung nach gleichberechtigter Teilhabe

Daraus hat sich person-centered planning entwickelt – übersetzt mit „Persönliche Zukunftsplanung“ – eigentlich heißt es „Personenzentriertes Planen“


Mitte/Ende der 90er Jahre kam PZP nach Deutschland zunächst von Susanne Göbel und Dr. Stefan Doose. In den folgenden Jahren trugen neben diesen beiden Personen auch Carolin Emrich und Ines Boban maßgeblich zur Verbreitung dieses Konzepts in Deutschland bei.

Mitglied des Netzwerks Persönliche Zukunftsplanung e. V.