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Netzwerktreffen in Norddeutschland am 20. Januar 2017 in Lüneburg

Persönliche Zukunftsplanung


Was ist Persönliche Zukunftsplanung?

Persönliche Zukunftsplanung ist ein individueller Ansatz, mit dem Menschen über sich, ihre Lebenssituation und die Zukunft nachdenken können. Es geht darum, eine Vorstellung von einer guten Zukunft zu entwickeln, Ziele zu setzen und diese mit anderen Menschen in gangbare Schritte umzusetzen.

 

Persönliche Zukunftsplanung beruht auf einer wertschätzenden Grundhaltung gegenüber jedem Menschen. Der Mensch steht dabei immer im Mittelpunkt. Ausgangspunkt sind die Gaben, Fähigkeiten und Möglichkeiten einer Person. Weiterhin wird nach den Träumen und Wünschen der Person gefragt, gesucht und geforscht. Es geht aber insbesondere auch darum, wo und wie die Person am Leben teilhaben möchte.

Planungen geben dem Menschen eine gute Möglichkeit, ihre Zukunft selbstbestimmt in die Hand zu nehmen und dabei Unterstützung aus ihrem Umfeld zu erhalten. Damit kann sich die Lebensqualität der Person erheblich verbessern.

Persönliche Zukunftsplanung kann sehr hilfreich sein, da sie danach fragt, welche Vorstellungen von dem jetzigen und dem weiteren Lebensweg bestehen. Um diese Wünsche und Ziele zu realisieren, wird ein individueller Unterstützerkreis gebildet an dem Personen aus deren persönlichen Umfeld sowie professionelle „Helfer und Helferinnen“ – zum Beispiel Eltern, Freunde, Bekannte, Fachkräfte, Betreuungspersonen,  Lehrer oder Nachbarn teilnehmen. Die Ergebnisse werden in einem Aktionsplan dokumentiert; der Prozess wird kontinuierlich begleitet.

Für wen ist Persönliche Zukunftsplanung?

Persönliche Zukunftsplanung richtet sich an ALLE Menschen, egal ob mit oder ohne Behinderung. Wir bieten Planungen für (Klein)Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen an. Planungen können auch für veränderungsbereite Organisationen eingesetzt werden. Auch Menschen mit schwereren Beeinträchtigungen können einen Persönliche Zukunftsplanung machen.


Eine Persönliche Zukunftsplanung eignet sich für alle Lebenssituationen, oder auch bei bevorstehenden Veränderungen, wie zum Beispiel:


Übergang Schule-Beruf
Veränderungen / Wünsche im Bereich Arbeit
Auszug aus dem Elternhaus
Wohnliche Veränderungen
allgemeine Lebensorientierung
persönliche Veränderungswünsche (Freizeit, Partnerschaft etc.)
Krisensituation (Krankheit, Trennung, Verschuldung)

 

Woher kommt Persönliche Zukunftsplanung?

Die Persönliche Zukunftsplanung wurde in den 80er Jahre in den USA / Kanada von verschiedenen Personen entwickelt. Grundlage war der vermehrte Wunsch nach Selbstbestimmung und die Forderung nach gleichberechtigter Teilhabe

Daraus hat sich person-centered planning entwickelt – übersetzt mit „Persönliche Zukunftsplanung“ – eigentlich heißt es „Personenzentriertes Planen“


Mitte/Ende der 90er Jahre kam PZP nach Deutschland zunächst von Susanne Göbel und Dr. Stefan Doose. In den folgenden Jahren trugen neben diesen beiden Personen auch Carolin Emrich und Ines Boban maßgeblich zur Verbreitung dieses Konzepts in Deutschland bei.

Mitglied des Netzwerks Persönliche Zukunftsplanung e. V.