Wohnprojekt Sprungbrett
Sprungbrett - Leben in Vielfalt
In der WG „Sprungbrett“ leben fünf junge Menschen mit und drei Menschen ohne Behinderung zusammen. Die WG befindet sich in zentraler Lage im Studentenwohnheim Uelzener Straße und wurde im Oktober 2010 gegründet. Eine gute Verkehrsanbindung ist durch die Bushaltestelle direkt vor der Tür gewährleistet.
Grundidee und Ziele
Dem Projekt liegt der Gedanke der Inklusion zu Grunde, d.h. unterschiedliche Menschen leben miteinander, teilen und gestalten zusammen den Alltag sowie das gesellschaftlich-kulturelle Leben. Ein wesentliches Ziel besteht darin, Menschen mit handicap ein maximales Maß an Teilhabe, Selbstbestimmung und Unabhängigkeit zu ermöglichen.
Als Sprungbrett gedacht, stellt das Leben in der WG für die Menschen mit handicap eine Übergangszeit dar, in der sie sich auf eine selbständigere Lebensführung vorbereiten. Die Bewohner und Bewohnerinnen ohne Behinderung - die Alltagsbegleiter und -begleiterinnen - assistieren ihnen beim Erwerb entsprechender Kompetenzen und lebenspraktischer Fertigkeiten. Darüber hinaus unterstützen sie die Bewohner und Bewohnerinnen beim Ausprobieren bzw. bei der Entwicklung eines eigenen Lebensstils. Im Gegenzug hierfür wohnen die Alltagsbegleiter und -begleiterinnen in der WG fast mietfrei und unbefristet.
Die Wohnung
Die Wohnung liegt im Erdgeschoss des Studentenwohnheims. Sie verfügt über acht unterschiedlich große Zimmer, zwei davon für Rollstuhlfahrer geeignet. Außerdem umfasst sie zwei Badezimmer und eine Gemeinschaftsküche. Der Gartenbereich des Studierendenwohnheims ist unmittelbar zugänglich.
Zur Zeit lebt hier eine sehr heterogene Gruppe junger Menschen zwischen 19 und 26 Jahren, davon ein Rollstuhlfahrer. Alle Bewohner und Bewohnerinnen gehen einer Beschäftigung nach, sind berufstätig, studieren oder befinden sich in Ausbildung. Zwei pädagogische Fachkräfte begleiten das Projekt.
Wer kann einziehen?
Alle Menschen, die Lust auf eine Wohnform etwas anderer Art haben sowie Menschen mit Assistenzbedarf, bei denen eine Behinderung mit Förderbedarf der geistigen, Lern- oder seelischen Entwicklung vorliegt. Die Finanzierung erfolgt als fallpauschalierte Eingliederungshilfe gemäß §§ 53 f. SozialGesetzBuch XII; im Einzelfall kann eine ergänzende Leistung für Bewohner und Bewohnerinnen mit höherem Assistenzbedarf mit dem Kostenträger vereinbart werden. Wer jeweils einzieht, wird im Einzelfall abhängig von den Einschätzungen aller Bewohner und Bewohnerinnen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entschieden. Letztlich ist ausschlaggebend, ob die Bewohner und Bewohnerinnen der Überzeugung sind, dass sie zueinander passen.
Eine wichtige Voraussetzung beim Einzug ist, dass die Bewohner und Bewohnerinnen mit handicap eine geregelte Tagesstruktur haben und sie sich selbständig Hilfe holen können, z. B. über ein Notrufsystem. Die Bewohner und Bewohnerinnen müssen in der Lage sein, auch Zeiten ohne Anwesenheit der anderen zu verbringen. Nachtbereitschaft oder Rufbereitschaft leisten weder die Alltagsbegleiter und -begleiterinnen noch die pädagogischen Fachkräfte.
Die Mitarbeiter
Die pädagogischen Mitarbeiterin und Mitarbeiter begleiten das Projekt insbesondere hinsichtlich
- der Planung und Umsetzung individueller Entwicklungsziele
- der Planung, Umsetzung und Reflektion der Assistenz durch die Alltagsbegleiter und -begleiterinnen
- der Gestaltung der WG-Strukturen, Abläufe , Vorhaben und besonderen Aktivitäten
- der Vermittlung und Begleitung in Konflikten
Ansprechpartnerin: Ansprechpartner:
Claudia Wesche (Projektleitung) Torsten Engelhardt
Dipl.-Päd. und Motologin M.A. Dipl.-Pädagoge
WG Sprungbrett
Uelzener Straße 112a, WG 3
21339 Lüneburg
Tel.: 04131 – 7436335
Mail: wesche@spectrum-arbeit.de / engelhardt@spectrum-arbeit.de